Gestern, Heute, Morgen – ein Kapitel geht zuende

Nun ist es soweit. Nun werde ich Australien wieder verlassen. Die letzten Schritte auf Australischen Boden zum Flughafen fielen mir schon sehr schwer. In den letzten Monaten ist mein Leben schon sehr aufregend gewesen. Ich habe ein wundervolles Land kennen gelernt in dem ebenso viele großartige Leute leben die ich dort kennen lernen durfte.

me - PerthIMG_3785Es scheint mir als wäre es Jahre her als ich an jenen verregneten Märztag mich nach Australien aufmachte. Alles aufzugeben und sich völlig dieser Reise zu widmen war mein Traum. Bis heute trug jeder Tag den ich dort erlebt habe ein Ewigkeit in sich. In dieser ganzen Zeit habe ich niemals auf die Uhr geschaut. Es gab für mich nur eine Uhrzeit: Jetzt!

IMG_4717IMG_3373Ich konnte für mich eine Freiheit genießen die ich schon immer gesucht habe. Auf die Frage „und? Was war das Beste?“ könnte ich nicht  einmal mehr  antworten. Ich denke ich habe in jedem Tag, in jeder auch noch so eisigen Nacht ein wenig vom besten Australien gehabt. All die Dinge, die ich dort erleben durfte waren das, wonach ich gesucht habe. Manchmal war es die Stille des Outbacks, die mit ihrer schlichten Schönheit  mich für Stunden in den Bann schlagen konnte. Des Nachts stundenlang  am Feuer zu sitzen und dem Leben das um einen herum herrscht zu lauschen ist eine wundervolle Erfahrung! Manchmal waren es auch die Berge auf die ich geklettert bin. Anstrengend war es alle male.  Dafür konnte man hier IMG_8779_HDRIMG_3740dem Wind lauschen wie er sanft über das Land strich. In solchen Momenten war ich immer sehr dankbar für alles was ich erleben durfte. Oder bis in die frühen Morgenstunden dem nicht endendem Rauschen des Meeres zuhören und sich von ihm in den Schlaf tragen zu lassen.  Jede Nacht in der ich draußen, unter den Sternen war und war sie auch noch so kalt. Die Sterne zu beobachten und sich einfach nur von dieser wundervollen Schönheit überwältigen zu lassen…  Das ist für mich Freiheit.

 Alleine zu reisen war für mich wichtig. Hier konnte ich mich nur mit mir selber und der Reise beschäftigen, an meine Grenzen gehen und einfach mal Dinge tun die ich wollte. Nur wer alleine Reist verlässt sein Land wirklich. In der Gruppe simuliert man lediglich eine Reise – man spricht seine Sprache und ist meist damit  beschäftigt sich um die Belange in der Gruppe zu kümmern. Genau das wollte ich nicht haben: Kompromisse. Sicherlich war es dadurch nicht immer einfach und ich war meist auf mich allein gestellt, doch der Lohn dafür war für mich selber unermesslich. Ich habe alles gemacht was mir so in den Sinn gekommen ist und habe alles ausprobiert. Man kann schließlich nicht über den Weg befinden wenn man nur zur Tür hinaus schaut.

IMG_4226IMG_4274Dadurch, dass ich nicht mit dem von den meisten Travellern bevorzugte Jahreszeit gereist bin, hatte ich auch das Glück dass ich viele Orte ganz für mich alleine hatte. Wenn Leute dort waren es meist die Australier selber und das war einfach nur toll. Alle Australier, die ich entlang meines Weges kennen lernen durfte waren sehr nett. Hier haben die Aussies ihrem Ruf als nette, offene Leute alle Ehre gemacht. Ein paar nette Pläuschchen nebenher, Hilfsbereitschaft hier und da. Ihr seid toll und i mog euch! 🙂

Ich danke euch allen die meine Reise hier mit verfolgt haben. Vielen Dank für all die netten Nachrichten und Mails. Es war immer ein wenig wie Weihnachten etwas von euch zu hören. Zwar hab ich nicht alles von Australien gesehen, aber das ist auch nicht schlimm. So habe ich auch genug gute Gründe einmal wieder zu kommen. 🙂

IMG_5040Australien ist ein Land der Extreme. Wenn es regnet dann regnet es in Strömen. Wenn die Sonne scheint dann brennt sie auf einem hinab.

Und wenn in Australien etwas schön ist, dann ist es wunderschön!

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Sydney…

IMG_1822IMG_3186In Sydney angekommen habe ich mir erst mal mein Gepäck geschnappt. Dieses hat auch aus mir unerfindlichen Gründen um einiges zugelegt. Gerade einmal 500 Gramm bin ich unterhalb der Freigepäckgrenze gewesen! Da hatte ich ja noch einmal Glück gehabt. In Sydney hatte ich zunächst einen Mietwagen. Es war noch früh am Morgen und mein Körper war noch voll und ganz damit beschäftigt sich auf Winter umzustellen. Es war saukalt! Noch vor einigen Stunden war ich mit 30°C im tropischen Norden Australiens und nun waren es neun Grad im arktischen Süden. „Bitte jetzt keine Erkältung“ feuerte ich meinen Körper an. Ich hatte einen Mietwagen und das war auch wieder einmal ein Highlight. Ich war immer noch an das Röhren meines Sledge Hammers gewöhnt und kam nun so gar nicht damit klar dass ich dieses Auto beim anlassen nicht einmal hören konnte.  Umso schöner war es dass ich dieses Auto mit nur einem Finger lenken konnte! Für den Stadtverkehr in Sydney super! Zum Glück war das Parken am Wochenende schön günstig und so machte ich zunächst einmal einen Ausflug in den Botanischen Garten. Hunderte von Flughunden hingen noch in den Bäumen und waren noch nicht aufgestanden, genau wie sie schien die ganze Stadt gerade erst zu erwachen. Bis auf einige Jogger waren kaum Leute auf den Straßen. Am Ende des Parks konnte ich dann einen herrlichen Ausblick über die Sydney Oper und die dahinterliegende Harbour Bridge genießen. Da kam auch schon die Sonne heraus und es wurde angenehm warm. Für einen Moment könnte man glauben Sydney wäre in einem Dorf das gerade aufwacht.

IMG_1922 IMG_1861Auf einmal wurde die Stille dieses wundervollen Samstagmorgens zerrissen. Ein Dumpfes grollen machte sich bemerkbar…  Mein Magen? Nein! Ein Erdbeben? Nein. Eine U-Bahn die gerade neu verlegt wird? Wohl nicht… Als ich mich umdrehte sah ich dann die Quelle dieses Mini-Beben. Zig Busse rollten auf mich zu und da waren sie wieder: Chinesen! Was in den neunziger Jahren die Japaner waren sind heute die Chinesen. Hätten die guten Leute alle Tarnfarbenkleidung getragen, hätte das auch die Perfekte Umsetzung eines Tom Clancy Romans sein können. Aus der Türen sprangen jeweils zwei schnatternde Guides diese Wiederum feuerten die Nachfolgende Menge an: Wäre mein Mandarin nicht so eingerostet würde ich sagen es war ein Go!Go!Go! 🙂 Und da sprangen sie heraus. Dutzende, fotografisch bis an die Zähne bewaffnete Besucher aus dem Land des Lächelns. Alle gemeinsam liefen sie im Stechschritt auf mich zu, denn ich saß genau an dem Punkt der der Oper am nächsten war. Geschätzte 436 Meter bis zu Oper und warum das Foto aus einer Entfernung von 445 Meter machen wenn ich auch 436 Meter nah dran sein kann. Dieses mussten wohl alle kollektiv gedacht haben denn sie haben es Alle in die Tat umgesetzt. Nach einigen Sekunden habe ich die Flucht ergriffen und diesem Punkt dem Angreifer überlassen.  Wieder einmal habe ich mir das ganze Spektakel IMG_1851IMG_1810aus sicherer Entfernung angeschaut. Wow! Diese Chinesen sind echt der Hammer! Die knipsen an einem Tag so viel Fotos wie ich in einem Monat. Teilweise haben sie sich sogar selber beim Fotografieren noch Fotografiert! Und das technologisch hochgerüstet. Gefühlte 80% dieses Mobs waren mit Spiegelreflexkameras jenseits meiner Klasse bewaffnet. Hätte ich den materiellen Wert dieser Technikarmada schätzen sollen. Davon hätte man so einige Sportwagen für kaufen können. Von der Situation komplett überfordert zog ich mich zwecks Wiederbewaffnung auf eine kleine Anhöhe zurück. Lange konnte ich diese Anhöhe nicht verteidigen. Nach kurzer Zeit erreichten die Fotografischen Sturmkommandos auch diesen Punkt und ich musste mich auch hier geschlagen geben. Hier haben sie die Leute dann brav in der Reihe aufgestellt. Eine weitere Reihe  war dann mit den abfeuern der Fotografischen Geschosse Beschäftigt. Tja und der Tommi steht daneben und versteht die Welt nicht mehr. Irgendwie hat dieser Anblick in mir Assoziationen geweckt auf die ich hier besser nicht eingehe! 🙂 Aber ich denke ihr wisst was ich meine! 🙂 Die Verstärkung aus Fernost ließ auch nicht lange auf sich warten. Im 10-Minuten Takt spuckten die Truppentransporter… ähem…  Busse ihre knipswütigen Insassen aus. Ich habe versucht in dieses fotografische Inferno für ein einziges Foto IMG_2018IMG_2043hineinzugrätschen. Es hat genau eine! Stunde gedauert bis mal ein Bild entstanden ist auf dem keine anderen zu sehen waren… Puh! Nach so viel Stress musste ich erst mal einen Spaziergang machen. Den Rest des Tages verbrachte ich mit einer netten Entdeckungstour durch die Stadtteile von Sydney. Am nächsten Morgen war ich noch einmal am Pazifik. Am Morgen fand hier in Sydney noch ein Event statt. Der Stadtlauf City2Surf. Hier joggen, rennen, laufen oder kriechen tausende Leute vom Stadtzentrum zum berühmten Bondi Beach! Ich habe ganz in der Nähe vom Strand geparkt und konnte mir noch ein wenig alle Leute die dort durchgekommen sind angucken! Das hat echt Spaß gemacht und es hat mir ganz schön in den Füßen gejuckt dort mitzulaufen. Das hätte ich aber wohl nicht überlebt. :-(.  

IMG_2130IMG_2054Den Rest des Tages habe ich dann – wie kann es anders sein mit Sightseeing verbracht! Sydney ist eine riesen Stadt in der es soo viel zu entdecken gibt. Ich habe mir die verschiedenen Stadtteile einmal aus der Nähe angeschaut, hier und da war ein Straßenmarket und man konnte hier gaaanz gut stöbern und Souvenirs abgreifen. Dann habe ich es mir natürlich auch nicht nehmen lassen einmal über die Harbour Bridge zu laufen! Wow ist schon ein echt tolles Gefühl über so eine Brücke zu laufen ist schon sehr beeindrucken und noch IMG_2232IMG_2181beeindruckender war die Tolle Aussicht über Sydney! Auch das Stadtzentrum ist gigantisch und da hab ich mich auch mal rein gestürzt. Die unzähligen Läden, Einkaufszentren und Gassen hier und da luden mich echt zum verlaufen ein! Das hat auch ganz gut geklappt. Irgendwann habe ich mich dann in Chinatown wiedergefunden. 🙂 Am Abend war ich noch im Sydney Aquarium und habe mir noch einmal die schöne Tierwelt angeschaut. Ist schon lustig wenn man schon so viele Tiere dort in freier Wildbahn gesehen hat. Dann wollte ich mich so langsam wieder ins Hotel verabschieden als es noch einen Hammer gab. Ich stand da so am Hafen und habe noch ein bissl fotografiert als da ein Pärchen vorbeikam. IMG_2406_Portrait3IMG_2409_PoartraitDie Frau grüßte mich ein wenig flüchtig… ??!??  Mhmm keine Ahnung aber sie waren deutsch aber warum grüßt die mich? Egal dachte ich und beschäftigte mich weiter mit dem knipsen. Nach einer halben Stunde kamen die beiden wieder zurück und da kam die Frau auf mich zu und fragte mich ein perfektem Deutsch: Du sag mal bist du zufällig ein Kipker???  Häääää????  „Hab ich ein Schild mit meinem Namen um? Nein!“ Ich war total perplex und wusste irgendwie gar nicht was ich sagen wollte… „Entweder du wirst schon im Ausland polizeilich gesucht und hier waren die verdeckten Ermittler die dich einbuchten wollten, oder es handelte sich um den besten Zufall der Welt“. Tja es war das Zweite: Es stellte sich heraus das die beiden auch aus Ahaus kommen und mit meinem Cousin befreundet sind! Und die hat mich doch tatsächlich am Gesicht erkannt! Au Backe sogar am anderen Ende der Welt trifft man noch Ahauser aber wie die das hinbekommen hat war schon echt der Hammer! Wir haben uns dann noch ein bissl nett unterhalten. Die beiden waren auf Australienrundreise. Aber nur für ein paar Wochen!  Auf den Zufall musste ich die beiden auch erst mal fragen ob ich ein Foto von denen machen dürft. Ich wollte mich noch ein wenig in Porträtfotografie üben.  Weisheit des Tages: Zufälle gibt es immer wieder und Ahaus ist überall! :-). In diesem Sinne Schöne Grüße an Christoph und Maria! 🙂 aus Ahaus! 🙂

IMG_2585IMG_2429Die nächsten Tage bin ich dann noch einmal raus in die Blue Mountains gefahren. Vorher habe ich noch stopp bei einem Koala park gemacht und hab mir die kleinen niedlichen Plüschies beim angeguckt. Echt süß! Wie immer tierisch faul die Koalas aber ab und zu neigen sie mal zu Bewegungsausbrüchen! Einer konnte sogar auf Stelzen stehen. War wohl ein kleines morgendliches Workout! 🙂 . Das Wetter hatte einigermaßen mitgespielt und es war ein wunderschöner Sonniger Morgen an dem ich raus in die Blue Mountains fuhr! Eine Stunde lag dieser „Grand Canyon Australiens“ entfernt. Er soll auf jedenfall ähnlich imposant sein. Ohne es zu bemerken ging es auch die gesamte Strecke stetig bergauf. Irgendwann erreichte ich das malerische Städtchen Katoomba das direkt am IMG_2458IMG_2672Rand eines riesigen Tals liegt. Und da eröffnete sich mir in der Tat ein wahnsinnig schönes Tal! Einfach riesig! Das gesamte Tal ist auch mit vielen Eukalyptuswäldern bedeckt. Die Öle die in den Eukalyptusblättern sind verdampfen immer ein wenig und dadurch färbt sich die Luft ein wenig Blau ein – Daher Blue Mountains. Ich hatte mich ein einem schon alten kleinem Hotel ein gebucht und hab mich dort auf einen schönen Wandertag vorbereitet. Morgens um sechs Uhr stand ich dann am Rand dieses riesigen Canyons. IMG_2662IMG_2850Das Wetter war perfekt. Es war zwar kühl aber die Sonne schien und der Rest der Welt war anscheint noch nicht aufgewacht. Somit konnte ich in aller Ruhe langsam runter in Tal wandern.  Wunderschöne Wasserfälle ergossen sich an vielen Stellen ins das Tal und ganz unten gab es noch ein Boardwalk. Dieser war um kurz nach neun noch ein einem Dornröschenschlaf gehüllt. Bis auf einmal die ersten Gondeln mit… wie könnte es anders ein: Chinesen über den Canyon hereinbrachen. Innerhalb von 15 Minuten hatte der Canyon eine IMG_2790IMG_2890Stimmung wie in der Schalke Arena… wenn die gerade mal wieder verloren haben! :-). Ich flüchtete mich einfach von diesem Boardwalk in den Wald auf die kleinen Wanderwege. Hier waren auf einmal keine Menschen mehr unterwegs denn wer da reingeht muss höchstwahrscheinlich auch über Stufen wieder hoch kraxeln! Und so wanderte ich langsam am Talgrund entlang biss ich unter den Three Sisters war. Die wohl berühmte Felsformation dort. Hinter dieser hunderte Meter hohen Felswand hatte sich alles auch noch einmal geändert. Es war plötzlich sehr still, denn kein Wind wehte und ich hörte nur noch seltsame Vögel die ihre Laute durch den Eukalyptuswald riefen. Irgendwann habe ich mich dann einfach hingesetzt und zurückgelehnt und das Naturspektakel genossen. Das war schon echt ein magischer Moment. Irgendwann hieß es dann aber auch wieder „Aufstieg“ Ohje und IMG_2408_PoartraitIMG_2719_Portraitdabei hatte ich doch meinen Nepalesischen Scherpa nicht dabei. Auf ging es zum Kampf mit dem großen Feind: Stufen! Am Aussichtspunkt habe ich noch ein paar Fotos gemacht und auch hier fanden sich zwei nette Leute die mal als Portrait herhalten wollten! Vielen Dank euch beiden! Nach genau 998 Stufen war ich auch dann so ziemlich platt und freute mich nur noch auf mein Bettchen und eine warme Dusche.

Der nächste Tag war dann auch perfekt für die Heimkehr nach Sydney. Es war kalt, Wolkig und es regnete in Strömen! IMG_2961_HDRIMG_2942Am Aussichtspunkt konnte man quasi gar nichts mehr bis auf eine große graue Suppe erkennen die alles in sich einschloss.  Wieder in Sydney angekommen bin ich noch mal raus um berühmten Bondi Beach gefahren. Naja bei strömenden Regen sieht der jetzt nicht so toll aus! Trotzdem waren rund hundert unerschrockene Surfer draußen und warteten auf die perfekte Welle.

IMG_3095IMG_3240Zum Glück war der nächste Tag wieder sonnig und so ging es ab in den Zoo! Noch einmal ein bissl Outback und Wildlife schnuppern. Hier gab es noch einmal alles was Australien so tierisches zu bieten hat. Kängurus, Tasmanische Teufel, Crocs, und viele mehr. Der Zoo war auf jeden Fall wunderschön gelegen. Man merkt gar nicht, dass man inmitten einer Weltmetropole steht.  Das Schöne an diesem Zoo ist auch die Anfahrt! Man kann den Zoo mit der Fähre erreichen die ständig vom Hafen zum Zoo pendelt somit ist die Fahrt dorthin schon ein Erlebnis! :-). Tja und am letzten Tag… Jawohl richtig gelesen am letzten Tag hab ich noch damit verbracht Australien IMG_3166IMG_2012auf Wiedersehen zu sagen. Noch einmal einen Flat White bestellt, einen Tim Tam Keks gegessen, einen leckeren Meatpie gegessen und Abends noch einmal ein kühles Coopers, gefolgt von einem Cascade Premium Beer! Am Morgen bin ich dann mit Sack und Pack wieder ein den Flieger gestiegen der mich wieder nach Haus gebracht hat. Zurück in die Heimat…. 🙂 In der Galerie 3 findet ihr noch einiges an Bildern aus Sydney und den Blue Mountains. Viel Spaß!

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Auto verkaufen in Darwin…

…einfacher wäre es wahrscheinlich gewesen einem Naturvolk zu erklären wer Dieter Bohlen ist… Doch wie kam es dazu? Nun als Julia weg war wusste ich auch nicht mehr so ganz wo es nun mit mir hingeht… Im Grunde genommen hatte ich nun 2 Möglichkeiten an die Ostküste und dort Arbeit suchen oder hier in Darwin Arbeit suchen…  Jobs gab es leider nicht besonders viele IMG_1057im Angebot. Ich hatte die Wahl zwischen Rikschafahrer oder Mangos pflücken. Beides konnte ich nur für ziemliche Hungerlöhne bekommen. Da hatte ich keine Lust drauf! Schade dass mein Roadhouse in der Nullarbor so weit weg war, sonst wäre ich am liebsten dort wieder hin gefahren! Nun nach ein paar Tagen des Überlegens habe ich dann alles verworfen und mich entschlossen meinen Sledge zu verkaufen.  Die Ostküste jetzt zu bereisen hätte bedeutet zunächst einmal in Darwin ein paar Monate zu arbeiten.  Das hätte für mich Stillstand bedeutet und das wollte ich nicht.  Da ich ja eine gaaanze Menge Geld in meinen lieben Sledge investiert habe gab ich zunächst meinen Wunschpreis ab. Also Anzeigen drucken und diese in allen Hostels in Darwin aufhängen und noch im Internet eine Anzeige geschaltet. Tja bis auf gut ein Dutzend Betrüger hat sich niemand gemeldet.  Betrüger? Genau!

 Ich hatte schon mal flüchtig was davon gehört aber die Story die diese Betrüger sowas von..  Naja sagen wir mal: weniger seriös. Üblicherweise läuft der Autokauf ja so ab: Backpacker 1 verkauft das Auto an Backpacker 2 mit Cash – Papierkram erledigen und gut ist. Anders hier: Ein gewisser Jack Long (der Name macht schon stutzig) meldet sich auf die Anzeige im Internet. Der gute Jack Long ist aber auf einem Kartografierschiff! im Indischen Ozean unterwegs. (Wow das ist mal exotisch) Aber es kommt noch besser: Dieser liebe Jack Long hat einen Sohn in Malaysia und würde ihm gerne das Auto zu seinem 18 Geburtstag kaufen. Das heißt das Auto müsste nach Malaysia (Was an sich schon total Banane ist). Jack Long  ist ein viel am arbeiten und auch weiterhin auf seinem Kartografierschiff und kann daher nicht beim Verkauf persönlich dabei sein. Dann kommt’s: Er würde das Geld mittels der Online Bank Paypal bezahlen und dann das Auto von jemanden abholen lassen! (Woooow! Alles für nen alten Campervan!) Anfangs dachte ich noch dass er mit der schönen Geschichte den Preis drücken will. Spätestens als dann von Paypal ins Spiel kam war alles klar. Ich habe in den nächsten Tagen noch ein gutes Dutzend  ähnliche Anfragen bekommen. Mal war der Käufer auf einer Bohrinsel, mal auf einem Schiff, oder auch mal bei der Armee. Hat mich gewundert dass keiner von denen Astronaut und gerade auf der ISS war! 🙂 Alles in allem eine gaaaanz billige Masche um Backpacker abzuzocken. Das schlimmere ist ja wohl die Tatsache das es anscheint ja wohl funktioniert sonst würde man ja nicht mit solchen anfragen bombardiert werden! 🙂 Wie auch immer musste ich den Preis in den Nächsten zwei Wochen immer wieder ein Stückl nach unten korrigieren weil sich keine gemeldet hat. Erst als ich bei einer Summe angekommen war die mich zum verzweifeln gebracht hatte, haben sich die ersten Backpackies gemeldet! Naja und die hatten es auch in sich! Dabei muss ich sagen dass mein lieber Sledge das Sahnestückchen auf Darwins Automarkt ist! Nur Zehn Jahre alt. Neuer Motor, alles intakt, regelmäßig gewartet und dass für einen Preis der Gerechtfertigt ist. Die meisten anderen Autos waren 15-20 Jahre alt hatten fast ‚ne halbe Million Kilometer runter und sahen so aus als wär dort drin eine Bombe explodiert. Nun ja die lieben Backpackies haben sich den lieben Sledge angeguckt, bei einigen gab es auch Testfahrten bei anderen sogar eine extra Inspektion auf deren Kosten! Aber keinen konnte er überzeugen. Ich hab danach immer eine SMS bekommen… der van gefällt uns. Für die Hälfte kaufen wir den! „F*** off“ kam dann nur noch als Antwort… Naja die versuchen halt so wenig wie es nur eben geht zu bezahlen. Aber so viel Geduld hatte ich ja noch, obgleich ich schon langsam am Verzweifeln war. Denn während dieser 2 Wochen konnte ich quasi nur eines machen: Schlafen, Schwimmen, lesen und Backpacker bequatschen. „Es gibt schlimmere Orte an denen man fest sitzen könnte“ hab ich zu mir immer gesagt und habe bis dahin die Sonne genossen. Komischerweise hat sich nur einmal ein Deutscher gemeldet. Sofort nachdem ich den Anruf entgegen nahm hörte ich nur ein Wort: „Deutsch?“ Was wäre wohl passiert wenn ich: „No Sorry Buddy“ gesagt hätte? Er hätte wohl aufgelegt. Der Deutsche (18 Jahre Blassbäckchen) hat sich den Van angeguckt aber eigentlich ein Kombi gesucht. (Logisch dass man sich dann Campervans angucken muss) Also war das auch nix..  Vielleicht hätte ich bei der Anzeige erwähnen sollen dass ich „englisch AND German“ spreche…  (*Ironiemodus wieder ausgestellt*) Wie auch immer war ich schon kurz vorm Durchdrehen als sich ein Irisches Pärchen gemeldet hatte. Die Beiden haben eine Testfahrt gemacht  und ich habe denen wie immer alles gezeigt. Und dann sagte der auf einmal.  Okay wir kaufen den Van! Juhuuuuu!!!!  Das war wie eine Erlösung für mich.

Drei Tage später hatte ich ein dickes Bündel Geldscheine in der Hand… Dann bin ich erst einmal in den Supermarkt gegangen um ein bissl was einzukaufen und da war er!!!  an er Kasse… der Deutsche! Vorweg muss ich sagen, dass es in Australien unter den Aussies ein Spielchen gibt… „Pick the German“ In den Letzten 5 Monaten hab ich bei diesem Spiel gerne mitgemacht… aber als getarnter Aussie! 🙂 Es ist in der Tat auch in Australien so, dass man die Deutschen doch ganz schnell erkennt! Spätestens wenn sie reden… 🙂 Auf jeden Fall hatte ich an dieser Kasse wieder einen German „gepickt“. Eine Dame die dort in der Reihe an der Kasse stand und ungeduldigst darauf wartete dass sie dran war.

Sie hatte nur ein Teil im Wagen. Die Selbstbedienungskassen wo man schnell bezahlen konnte kannte die Gute Dame wohl nicht. „Geht das nicht mal nen bissl schneller? Dröhnte sie mit Tiefst deutschen Englisch (oder denglisch) der Kassiererin entgegen… „Bloody stupid German“ hab ich nur gesagt…  Aber nur so laut dass gerade SIE es hören konnte! 🙂  „Was fällt ihnen ein?!“ klapperte sich mich an (wieder in denglisch) „Du bist Gast hier also benimm dich gefälligst auch so!!!“  sagte ich in Saubersten Deutsch! Von diesem Moment an war Funkstille und die Kassendame und ich lachten uns ein bissl ins Fäustchen. Also liebe Germans:  Immer freundlich sein… Naja das „Pick the German“-Spiel ist schon spaßig. By the way es gibt natürlich auch „Pick the french“ und „Pick the Irish“ Also wir Germans sind also nicht die Einzigsten. Ich wurde zum Glück bislang meistens für einen Kanadier gehalten!??!? Warum? Keine Ahnung!

So da stand ich nun da ohne Dach über dem Kopf… Was nun? Ins Hostel einbuchen und die nächsten drei Monate von Barhockern fallen? Nein… Mietwagen besorgt und ab ging‘s zum Flughafen…  Nach…..  Sydney!!!   Bis Später!!!!

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Unterwegs in Darwin und Litchfield NP

IMG_0989IMG_0801Die letzten Tage verbrachten wir beide in und um Darwin. Hier haben wir uns in ein schickes kleines Hotel ein gebucht. Darwin ist, wenn man die Vororte nicht mitrechnet eher ein Dorf… Ein Dorf prallgefüllt mit Backpackern die meistens schon gegen Mittag in der Kneipe über der Rehling hingen. Wir haben noch ein wenig Souvenirs gekauft und uns ein wenig zum East Point verdrückt um den Sonnenuntergang zu beobachten. Das Wasser ist hier auch wunderschön. Leider treiben die Würfelquallen hier das ganze Jahr ihr Unwesen daher ist schwimmen im Meer hier gar nicht cool – eher tödlich… IMG_0975IMG_0946Drum beschlossen wir am nächsten Tag noch einmal raus in den Barry Springs Wildlife Park zu fahren. Hier haben wir noch einmal ein wenig das Wildlife genossen und sind durch die wundervollen Monsunwälder spaziert. Natürlich durften meine lieben Kängurus hier nicht fehlen. Die waren auch wieder einmal zu lustig drauf! Die einen haben ‚ne Haltungsnote 10 fürs synchronfaulenzen von uns bekommen! 🙂 Ein paar ließen sich auch ein bissl streicheln! Ach und im Aquarium haben wir noch Nemo und seine Kumpels getroffen. Das dortig residierende Leistenkrokodil hingegen ist so gut gepflegt das man denken könnte Dr. Best höchstpersönlich hätte bei dem hier seine neuen Zahnbürsten ausprobiert! 🙂 Als wir wieder kurz IMG_1057IMG_0897am Zimmer waren gab es ein wenig Stress! Ich sah nur wie die Polizei draußen meinen Wagen inspizierte! Da hatte jemand doch allen Ernstes gemeint mein Sledge hätte eine Delle in ein nebenan Parkendes Auto gerammt. Als Grund sagte der liebe Officer das ja an meiner rückwärtigen Stoßstange Kratzer wären und die dieselbe Farbe wie das beschädigte Auto haben… Mhmm da hat Sherlock Holmes ja mal gut kombiniert. Das Problem ist nur, dass mein gesamtes Auto voller Kratzer IMG_0895IMG_0829(oder besser gesagt Charakter) ist. Nachdem ich den lieben Officer erklärt habe dass wir den ganzen Tag weg waren ich ihm noch die Eintrittskarte vom Wildlife Park gezeigt hatte war das Thema erledigt und mein Sledge war aus dem Schneider! An unserem Letzten Abend haben wir es uns noch einmal gut gehen lassen und haben uns ein schickes Restaurant um sein Essenslager erleichtert. Dann kam es am nächsten So wie es kommen musste… Abschied… 4 Wochen gehen so schnell vorbei und doch erschien es uns wie Monate her als wir uns von Perth gen Norden aufmachten. Auf jeden fall hat Julia IMG_1232IMG_1092_HDRauch einen kleinen Australienvirus in sich… Fazit: das machen wir irgendwann nochmal… Mit ‚nem größerem Auto! 🙂 Und auf einmal war ich wieder allein allein… 🙁 ganz doofe Sache! Ich bin ein bissl planlos durch die Stadt von hier und da geschlendert und habe mir am Abend noch beim Deckchair Cinema ein wenig Ablenkung gesucht und gefunden. Das ist ein schickes kleines Kino mit Liegestühlen bei dem ich einen Blockbuster unter den Sternen geguckt habe. Inklusive waren hier auch die Echsen die auf der Leinwand während des Films hin und herumspazierten. Die nächsten Tage IMG_1243IMG_1092_HDRplätscherten so dahin und irgendwie hatte ich noch so recht keinen Plan. Ich hab noch ein wenig die Stadt erkundet, die Tolle Wellenlagune entdeckt in der ich mal so richtig gefaulenzt hab… (ist auch mal selten) Dann bin ich noch für zwei Tage raus in den Litchfield National Park gefahren. Eigentlich hatte ich vier Tage angesetzt. Aber der Park hatte nur kurze Wanderwege zu bieten. überfüllte Wasserfälle und mit Menschen prallgefüllte Flussbecken. Das ganze hatte ein wenig was von Mallorca. Der gemeine Tourist hatte hier den ein oder anderen Felsen am Fluss mit seinem Handtuch als sein Revier IMG_1345IMG_1357markiert. An den Florence Falls Wasserfällen hingegen war es so voll das man sich kaum bewegen konnte… Ich beschloss erst mal am angrenzenden Buschcampingplatz eine Bleibe zu suchen und danach wieder zu kommen. Gute Entscheidung die Turbo-Touristen und Schulklassen waren weg und es waren nur noch eine Handvoll Leute dort. So konnte man wenig ein bissl diesen Schönen Pool genießen. Mindestens genauso gut war allerdings der Mangrovenwald der sich an diesen Fluss geschmiegt hatte. Diesen Wanderweg hatte ich für mich alleine denn jeder wollte nur zum Wasser. Aber das war definitiv auch sehr schön. Kann ich also nur empfehlen. Am nächsten Tag wollte ich noch zu der Hauptattraktion den Wangi IMG_1404IMG_1429Falls. Hier war das schwimmen allerdings verboten da ein paar hungrige Krokodile darin lauerten. Also ging es auch hier auf einen kleinen Wanderweg und dann wieder zurück zu den Florence Falls die wieder einmal rappelvoll waren! Nun ja Litchfield mit Kakadu zu vergleichen wäre wohl nicht fair aber dieser Nationalpark war für meinen Geschmack etwas zu voll. Naja kann man nix machen und so ging es am nächsten Tag wieder zurück nach Darwin… 🙂 Vorher IMG_1465IMG_1018_HDRhabe ich aber noch halt am Crocodylus Park gemacht und mir kleine – und große Killermaschinen mal gaaanz aus der Nähe angeschaut! Toll wars! Auch einen kleines Babykrokodil durfte ich mal halten! Wie weich der doch war! Es gibt noch einiges an Bildern in der Galerie 3 Schaut’s euch einfach mal an und viel Spass dabei und bis Bald!

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Australian Outback Nights :-)

IMG_8832_HDRIMG_5040Es ist mal wieder an der Zeit die Serie der Besten Nachtbilder fortzusetzen! Mittlerweile haben sich so einige tolle Bilder angesammelt! Jede Nacht wo einigermaßen freie Sicht war bin ich raus in den Busch gegangen und habe die wundervolle Aussicht genossen. Es ist einfach was total anderes hier in Australien den Sternenhimmel zu beobachten! Von hier aus kann man viel mehr sehen und die Sicht auf diese vielen Millionen Lichtjahre entfernten Welten ist einfach unbeschreiblich schön! Es erfüllt mich jedes Mal mit einem Gefühl der Freiheit den Sonnenuntergang hier zu erleben und auf das Erscheinen der ersten Sterne zu warten, dann wenn die Dunkelheit alles erfüllt hat und Millionen Sterne über mir leuchten weiß ich warum ich hier bin…

IMG_4717IMG_8837Habe ich schon einmal gesagt dass ich meine Kamera liebe? Dafür dass ich mittlerweile den Dreh raus habe und sie dazu gebracht habe die Dinge so zu sehen wie ich sie sehe! Glaubt mir: aber in echt sieht es einfach noch viel überwältigender aus!

Das erste Bild ganz oben links ist in der Nullarbor Plain auf einen abgelegenen Buschcampingplatz entstanden. Diesen teilte ich nur mit einem anderen Camper. Als ich die Fotos gemacht habe war ich eigentlich eher genervt von dem Licht was der Campingwagen gemacht hatte. Aber genau dieses Licht war im Nachhinein perfekt. Das Timing war ideal es war gerade der Moment als Tag und Nacht sich die Waage hielten. Es war noch hell aber trotzdem waren schon viele Sterne zu sehen! Ein wahrlich magischer Moment…

The Nullarbor Plain by NightIMG_7837Das letzte Bild (unten rechts) hingegen ist in der Nähe von Kalgoorlie im Busch entstanden. Hier hab ich mich Noch einmal in die eisige Nacht hinausgewagt um einmal die gesamt Milchstraße zu knipsen! Wow es hat geklappt! Dieses Bild ist zusammengesetzt und zeigt die gesamte wundervolle Milchstraße wie sie sich von West nach Ost über den Gesamten Himmel erstreckte! Dadurch dass es so kalt war, war es auch so eine wundervoll klare Nacht… Leider… Denn als alle Bilder im Kasten waren, war ich bereits anderthalb Stunden draußen gewesen und ich tiefgefroren! das Thermometer zeigte doch allen Ernstes -1 Grad an! Bis zum Morgen war ich noch nicht wirklich wieder aufgetaut. Wow hab ich mich gefreut als die ersten Sonnenstrahlen mich wieder gewärmt haben! Aber das war es wert. Alleine für solche Momente, um so etwas sehen zu können hat sich die große Reise nach Australien schon gelohnt!

IMG_9469Galaxie_FinalMehr Bilder davon gibt es in der Galerie 3. Ach ja und ich habe mittlerweile auch meine „Wo bin ich-Seite“ auf den neusten Stand gebracht. Und noch was: Ich habe noch ein kleines Facebook Tool installiert. Ich denke ich muss net erklären wie das funzt! Also dann viel spass mit allem! Gruss aus dem sonnigen Darwin. 🙂

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