Arbeiten am Balladonia Roadhouse

Als ich dann eeeendlich den schier endlos langen Eyre Highway hinter mir hatte war es mal an der Zeit mein Auto zu entrümpeln! Hab ein bissl Feng Shui betrieben und alles ein bissl umgeräumt, mich von nicht benötigtem getrennt und natürlich auch mal meine Graffitis am Auto erneuert! 25000 Kilometer haben schon seine Spuren hinterlassen aber jetzt sieht er zumindest von einer Seite wieder proper aus! Die andere Seite ist dann in Perth dran! :-). Als ich dann schon ca. 50 Kilometer hinter dem Eyre Highway war klingelte das Telefon. Ein Dave meldete sich. „Hey du bist sicherlich gerade in Perth oder? Hast du vielleicht Interesse im Balladonia Roadhouse zu arbeiten?“ „Hmmhm Balladonia? Da bin ich vor ein paar Stunden vorbeigefahren.“ Na was für ein Zufall. Leider kann ich nur ein paar Tage dort arbeiten da ja in ein paar Tagen auch meine Freundin kommt und ich dann wieder in Perth sein muss, erklärte ich ihm. „ach das macht nichts wir haben auch trotzdem Arbeit für dich!“ Die Bezahlung passte und als er sagte dass Unterkunft und essen umsonst sind, da ich ja nicht so lange da bin, quietschten auch schon die reifen meines Sledge und es ging wieder zurück. Wow ich hätte ja nicht gedacht dass ich gleich sechs Mal über den Eyre Highway heize. 🙂 dscn5180Gegen Abend erreichte ich dann endlich das Roadhouse! Dave wartete schon auf mich! Ein herzlich netter Typ war er. Er hat mir erst mal alles gezeigt und mir kurz erzählt was ich machen werde. Ein bissl hier und da handwerksarbeiten erledigen. Na Perfekt! Als Tankwart wär ich auch nicht so geeignet. „Du wirst die nächsten Tage mit Lyn arbeiten. Er hält alles hier am Laufen.“ Am Roadhouse arbeiteten auch noch zwei kanadische Mädels und ein Kanadier. Zwei Köche und noch drei weiter Kräfte. Nun so ein Roadhouse ist nicht wie die Tankstelle nebenan in Deutschland. Man muss sich das wie eine kleine Stadt vorstellen. Das Balladonia Roadhouse liegt gut 200 Kilometer vom nächsten Dorf entfernt. Die betreiben hier ebenfalls ein kleines Hotel mit 50 Zimmern. Ein Generator produziert hier 24h am Tag den Strom. Regenwasser wird hier für alles verwendet. Hinterm Roadhouse sind dann ein paar Wohncontainer in dem wir alle wohnten. Dahinter gibt’s dann noch die Werkstatt samt Wassertanks und Dämmen. Dann kommt der Dieselgenerator, dahinter noch ein Flugfeld und dann kommen nur noch tausende Kilometer Busch und Wüste! 🙂 Andy der Kanadische Mitarbeiter zeigte mir dann noch meine Unterkunft. Wir wohnten im selben Container. Ach ja einen hab ich noch vergessen… Mitch!!! 🙂 Den gibt’s hier auch noch! Das ist noch eine extra Geschichte wert. Später… 🙂 Die Nacht war super denn ich hatte ein großes Bett für mich und eine Heizung und nen Fernseher! Ungeahnter Luxus sag ich nur und umso besser konnte ich dann auch schlafen! Um sechs Uhr röhrte dann auch der Wecker und holte mich dann aus dem Reich der Träume zurück ins Arbeitsleben. Aber erst mal gab’s frühstück! Gut gestärkt ging es dann an die Arbeit. Zunächst musste ich einen Zaun demontieren und ich und Lyn haben dann gemeinsam einen großen Regenwassertank versetzt und danach den Zaun wieder aufgebaut! Danach war noch ein bissl schlepparbeit angesagt und dann ging es an die Dächer! In den Nächsten Tagen haben wir beide dann an so ziemlich jedem Gebäude neue Regenrinnen anmontiert. So hieß es flexen, bohren, nieten, einpassen usw. Blecharbeit halt! Hat aber richtig Spaß gemacht und Lyn hat es auch zusehends mehr Spaß gemacht. Er hatte in derIMG_9058 Vergangenheit immer wieder Backpacker gehabt die entweder faul waren oder zwei linke Hände hatten. Nun ja er war schon ganz happy dass ich mit allem Werkzeug umgehen konnte und alles an Arbeit gut und sauber machte, so taute er auch auf und wir hatten viele nette Gespräche bei der Arbeit! Leider ist die Speicherkarte meiner kleinen Kamera kaputtgegangen und ich hab nicht mehr so viele Fotos… Leider schlechte Qualität… Aber als Arbeitsbeweis reicht’s! 🙂 In drei Tagen haben Lyn und ich dann die ganzen Wohncontainer der Crew und den Flugzeughangar mit Regenrinnen versehen! Denn Regenwasser ist hier im Outback kostbar! Seit 2 Jahren hat es in der Gegend um Balladonia schon nicht mehr geregnet und daher sind die Dämme und Tanks ziemlich leer! Ein Grund mehr um alle Gebäude mit Regenrinnen auszurüsten. Würde denen das Regenwasser ausgehen müsste man jede Woche einen Wassertransport kommen lassen! Das ist fast nicht bezahlbar! Nach der Arbeit gab’s dann immer noch nen leckeres Abendessen und ein Bierchen an der Bar! Am letzten Tag ging es dann noch mal im Busch Feuerholz holen! Yeah schön mit der Kettensäge rumgewütet und nach einer Stunde war der Hänger voll! 🙂 Hui beim zusammensuchen der Holzstücke ist mir dann auch eine Huntsman Spider direkt vor die Hände gekommen! Wooow was ein Riesen Viech! So groß wie meine Hand (ja ich hab große Hände! :-)) Ich stell davon besser kein Bild rein! Ich weiss ja das mich so manch einer von euch dann töten wird! Also bleibt das Foto unter Verschluß! 😉  Naja irgendwie denkt man da so bei der Arbeit gar nicht so noch was hier so alles um einen rum kriecht. Zwei Tage zuvor ist mir auch eine Redback Spider über den Schuh gekrabbelt!IMG_9059 Da hat aber auch Lyn gesagt, dass ich mich in Acht nehmen soll. Ich wusste ja schon das die Redback Spider zwar total klein sind aber wenn die stechen kann es Richtig schmerzhaft (evtl. auch tödlich) sein. Lyn wurde schon zweimal gestochen und als er mir die Story erzählt hatte hab ich noch mehr um mich rumgeguckt, dass ich bloß nicht irgendwo einpacke wo ich nix zu suchen hab. Abends haben wir dann immer noch den lieben Mitch begrüßt! Hehe echt lustig! 🙂 Nach ein paar Tagen musste ich dann aber leider wieder weiter Richtung Perth und Dave versuchte noch ein paar Mal mich zu überreden nicht länger zu bleiben! Hehe muss wohl nen guten Eindruck hinterlassen haben. Nun wenn ich ausgebrannt bin kann ich also immer zurück ins Balladonia Roadhouse kommen! 🙂 Und so ging es nun um einige hundert Dollar reicher zurück nach Perth! :-). Also wenn ihr mal dort unterwegs seit immer am Balladonia Roadhouse tanken und Dave nen schönen Gruß von mir bestellen. Abends könnt ihr dann auch Mitch begrüßen! 🙂 Hehe

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1 Response to "Arbeiten am Balladonia Roadhouse"

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    Danni says:
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